Psychische Folgen von Repression

Gewalttätige Übergriffe der Polizei gegen sich oder enge Freund*innen, ständige Kriminalisierung und Überwachung oder im schlimmsten Fall Knast. Repression kann viele Facetten haben. Neben den sichtbaren Folgen, wie ein blauer Fleck nach einem Polizeiknüppel oder hohen Gerichtskosten, kann Repression auch starke Auswirkungen auf die Psyche haben. Dies kann sich in emotionalen Stress äußern und gar im schlimmsten Fall zu einem Trauma führen. Jedoch führt zwangsläufig nicht jede Gewalterfahrung zu einer längeren Belastung. Dabei spielen viele individuell Faktoren eine Rolle. Jeder Mensch verarbeitet Erfahrungen mit Repression und Gewalt anders. Wenn du jedoch merkst, dass dich das Erlebte nicht mehr loslässt, solltest du in Erwägung zu ziehen dir professionelle Hilfe zu suchen.

Es kann aber auch erst mal helfen mit deinen Freund*innen darüber zu sprechen. Innerhalb deines Freundeskreises, Gruppe oder anderer Bezugsgruppe sollte dies kein Tabuthema sein. Gerade in einer Gemeinschaft die sich Solidarität auf die Fahne geschrieben hat, darf es keine Hemmungen geben Ängste und Gefühle offen zu äußern. Neben Soli-Partys für die nächste Anwaltsrechnung ist dies ein wichtiger (oft unterschätzter) Aspekt von Antirepressionsarbeit. Ziel von Repression ist es nämlich immer Menschen einzuschüchtern, ihnen ein Gefühl der Ohnmacht zu geben und handlungsunfähig zu machen. Das Menschen am Ende aufhören ihrer Leidenschaft nachzugehen, kann niemand wollen.

Wir möchten betonen, dass wir keine Expert*innen auf dem Gebiet sind. Dies überlassen wir ausgebildeten Profis. Was wir aber tun können ist ein offenes Ohr für dein Anliegen zu haben. Auch können wir euch Hilfsangebote vermitteln. Zöger also nicht dich an uns zu wenden, wenn du Hilfe brauchst!