[Spendenaufruf] Nach Polizeigewalt in Wolfsburg: Verfahren gegen Werder-Fans eingeleitet

Moin Grün-Weiße,

viele von euch werden sich noch gut an das letzte Auswärtsspiel unseres Vereins beim endlich wieder zweitklassigen VfL Wolfsburg erinnern. Der Grund dafür dürfte aber vermutlich nicht der für unseren Klassenerhalt so wichtige Auswärtssieg sein, sondern die massive Polizeigewalt am Einlass vor dem Spielbeginn.

Wer sich nicht mehr erinnert: Nachdem ein junger Werder-Fan, welcher eine gewöhnliche Fahnenstange hielt, das Drehkreuz längst ordnungsgemäß passiert hatte, wurde dieser im Bereich des Treppenaufgangs im Wolfsburger Gästebereich wüst von einem Ordner gegen die Plexiglasscheibe gedrückt und körperlich angegangen. Nachdem andere Fans auf das rabiate Vorgehen des Ordners aufmerksam wurden, wollten diese dem Betroffenen beistehen. Eine dynamische Situation entstand, in der polizeiliche Einsatzkräfte mit Faustschlägen auf Kopfhöhe und im Bereich der Nackenpartie in die erste Reihe der Fans einzuschlagen begannen. Dabei wurden auch auf die Rückenpartie bzw. die Hinterköpfe von Fans geschlagen, welche sich bewusst defensiv weggedrehten und erfolglos versuchten, dem gewaltsamen Vorgehen auszuweichen. Im Verlauf konnten wir auch Schläge und Tritte auf bereits am Boden liegende Personen dokumentieren. Im Außenbereich wurde zudem Pfefferspray eingesetzt.

Weiterlesen

Stadionverbote und Anzeigen für Zaunsitzen – Union Berlin kriminalisiert Werder-Fans

Im Mai vergangenen Jahres spielte der SV Werder beim 1. FC Union in Berlin. Wie üblich saßen im Rahmen des Spiels unserer Mannschaft einzelne Personen aus der Fanszene auf dem Zaun des Gästeblocks, sei es um den Support zu koordinieren oder in emotionaler Reaktion auf das Spielgeschehen. Gegen mindestens 15 dieser Werder-Fans hat Union Berlin nach dem Spiel Strafantrag wegen Hausfriedensbruch erstattet. Bereits der Vorwurf ist völlig haltlos, denn es handelte sich um fantypisches Verhalten, das nicht strafbar ist. Dennoch beschäftigen die Strafanzeigen derzeit die Berliner Justiz. Die Staatsanwaltschaft hatte tatsächlich Strafbefehle beantragt, über die dann verschiedene Richter*innen des Amtsgerichts entscheiden mussten. Mit zwei Ausnahmen wurden bisher alle Strafbefehle abgelehnt. Unbeirrt erhob die Staatsanwaltschaft hiergegen Beschwerde und musste sich nun bereits von mehreren Kammern des Landgerichts attestieren lassen, dass sie rechtlich völlig auf dem Holzweg ist.

Weiterlesen