In wenigen Tagen steht unser diesjähriges Auswärtsspiel in Leverkusen an. Ob alle Werder-Fans vor Ort sein werden, ist dabei erneut fraglich.
In den letzten Jahren hat sich eine Praxis bei Bayer 04 etabliert, die Schikane von Fußballfans groß schreibt. An den Toren werden Fans in „stichprobenartige“ Sonderkontrollen gedrängt. Das wollte sich letzte Saison ein Teil der Werder-Fanszene nachvollziehbarer Weise nicht bieten lassen und ist dem Stadion ferngeblieben, trotz gültiger Eintrittskarte. Bereits im letzten Jahr haben wir auf die Kontrollmaßnahmen hingewiesen und die fanfeindlichen Bedingungen kritisiert.
Wir kritisieren dabei folgende Punkte aufs Schärfste:
- schon grundsätzlich ein hermetisch abgeschotteter Gästeblock mit mehreren Schleusen und hohen Trennzäunen
- willkürliche Auswahl der zu durchsuchenden Personen bei der Intensivkontrolle
- Einzelkontrollen in abgeschotteten Containern abseits von Bezugsgruppen und einem kontrollierenden Blick der Öffentlichkeit
- aggressiv und unfreundlich auftretender Ordnungsdienst, der bei Nachfrage keine Begründung für die Kontrolle nennt
- immer wieder gefordertes Ausziehen von Kleidungsstücken
- die vielen und extrem repressiv gestalteten Vorschriften und Reglementierungen im Leverkusener Gästeblock wie Verbote von Choreos
Auch Fans anderer Vereine hat es bereits getroffen. Hierzu möchten wie stellvertretend auf die Veröffentlichung des Kölsche Klüngel, der Fanhilfe des 1. FC Köln, zum Thema Nacktkontrollen verweisen: https://fanhilfe-koeln.de/stellungnahme-zu-den-nacktkontrollen-beim-auswaertsspiel-in-leverkusen/
Daraus ist zu schließen, dass diese Praxis sich bei Bayer 04 Leverkusen verstetigt hat. Das ist untragbar. Wir fordern deshalb die Verantwortlichen von Bayer 04 erneut auf, diese übergriffigen Intensivkontrollen sofort einzustellen!
An alle anreisenden Werder-Fans erneut der Hinweis: Ihr müsst euch den Intensivkontrollen nicht beugen! Ihr habt das Recht, „Nein“ zu sagen und das Stadion zu verlassen. Diese Vorgehensweise darf nicht unwidersprochen hingenommen werden.